Teile des Teams Landesfachstelle Prävention NRW und Suchtvorbeugung MH
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Gedenken an die verstorbenen Drogengebrauchenden

Herausforderungen in der Suchtprävention und -hilfe
20.07.2026

Verändern, um Leben zu retten

Im Jahr 2025 starben bundesweit 2.150 Menschen infolge von Drogenkonsum. Zu den Todesursachen zählen Überdosierungen und andere Folgen des Konsums illegaler Substanzen. Besonders tragisch: Immer mehr junge Menschen sterben durch einen hochriskanten Mischkonsum. Der Gedenktag verstorbener drogengebrauchender Menschen am 21. Juli erinnert an die persönlichen Schicksale der Betroffenen und ihrer Angehörigen.

Die hohe Zahl an Drogentoten ist vermeidbar und macht deutlich, dass Veränderungen notwendig sind.

Die Suchtprävention ist neben Beratung und Behandlung die dritte eigenständige Säule der Sucht- und Drogenhilfe in NRW und angesiedelt im Bereich der Gesundheitsförderung. Gleichzeitig ist sie auch eine Brücke zwischen den Menschen und dem in der öffentlichen Wahrnehmung tabuisierten Thema Sucht. Präventionsangebote in den Bereichen Frühen Hilfen, in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen, Ausbildung und Betrieben bis hin zum Übergang ins Seniorenalter vermitteln Zugang zu Information und Hilfsangeboten. Sie zeigen die vielschichtigen Gesichter der Suchtprävention: zuhören, in Verbindung gehen, aufeinander achten, informieren, ermutigen, Veränderungen anregen. „Verändern, um Leben zu retten“ ist das Motto des diesjährigen Gedenktags. Veränderung ist auch in der Suchtprävention ein starker Impuls – den Konsum verändern, dysfunktionales Verhalten verändern, Wahrnehmungen verändern, Bewertungen verändern, Verhältnisse verändern.

Der Mensch im Mittelpunkt

Die aktuellen Zahlen zeigen: die wachsende Gruppe junger Menschen, die sehr riskant konsumieren, wissen oft nicht, welche Substanzen sie genau zu sich nehmen und können die Folgen nicht abschätzen. Die Gründe für den Konsum sind vielfältig: Langeweile, Experimentierfreude, Aufputschen, das Dämpfen von unangenehmen Gefühlen, Konfliktvermeidung, Stressabbau, wenige Handlungsalternativen. Psychische und soziale Probleme – in Kombination mit schwierigen Familienverhältnissen und gesellschaftlichen Unsicherheiten – können Ursache und auch Folge sein.

Oft können schon kleine Anstöße einen Wandel bewirken– bekannt als der „Schmetterlingseffekt“ in der Psychologie. Er steht dafür, dass viele kurze und wiederkehrende Interventionen wirken – auch bei großen Herausforderungen auf persönlicher wie struktureller Ebene. Er speist das Zutrauen in die Kraft der Selbstwirksamkeit – im Inneren wie bei Anstößen von außen.

Forderung nach Kurswechsel

Die Aufgaben der Suchtprävention wachsen: Alkohol-, Nikotin- und Cannabisprävention, das weite Feld der problematischen Mediennutzung inklusive KI, Trends wie Lachgas, neue Produkte der Nikotinindustrie, Mischkonsum, der Missbrauch von Medikamenten sowie steigender Crack und Kokainkonsum. Veränderungen auf gesellschaftlicher und politischer Ebene tragen bei vielen Menschen zu Verunsicherungen bei.

Veränderung, um Leben zu retten – in diesem Kontext schließt die ginko Stiftung für Prävention sich den Forderungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) nach einem dringenden politischen Kurswechsel und einer spürbaren Stärkung der Strukturen an. Konkret braucht es:

  • Flächendeckende und nachhaltige Präventionsangebote ab dem Elementarbereich und an Schulen, um aufzuklären, junge Menschen zu stärken und ihre Selbstwirksamkeit im Fall auftretender Probleme zu erhöhen.
  • Mehr Frühintervention und aufsuchende, niedrigschwellige Hilfen, um junge Konsumierende zu erreichen, bevor der soziale Absturz unumkehrbar wird.
  • Zusätzliche Ressourcen für Koordination, Kooperation, Fallmanagement und eine passgenaue Hilfeplanung innerhalb der Jugendhilfe, um den komplexen Problemlagen gerecht zu werden.
  • Eine nachhaltige Stärkung des Akutbereiches in der medizinischen und psychiatrischen Versorgung einschließlich Plätzen zur Entzugsbehandlung.
  • Den gezielten Ausbau von adäquaten Behandlungsplätzen im Rehabilitationsbereich und Anpassungen der Behandlung an die Bedürfnisse und Anforderungen der Personengruppe.

 

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So finden Sie uns

Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.