Wenn ich lächeln muss

06.07.2018

Jedes Jahr im Juni laden das Amt für Kinder, Jugend und Schule sowie der Stadtjugendring Mülheim zu den Jugendfestspielen „Voll die Ruhr“ ein. In das bunte Treiben rund um den Wasserbahnhof mischte sich auch die Fachstelle für Suchtvorbeugung mit einem gut besuchten Stand. Es gab dort drei Aktionen, die viele Jugendliche und Familien anlockten und auf unterhaltsame Weise das Thema „Schutzfaktoren“ aufgriffen.

 

Zum einen konnten die Besuchenden des Standes mithilfe einer Schablone eine Stofftasche mit 3 verschiedenen Motiven besprühen, jede der Schablonen versehen mit dem Spruch: „Wir alle brauchen Schutz, was ist deiner?“ und einem Schutzsymbol (ein Regenschirm, ein Schild und eine Sonnenbrille). Das Motiv erregt Aufmerksamkeit und der Spruch bringt vielleicht die ein oder andere Person dazu, sich kurz Gedanken über die eigene Antwort auf die Frage zu machen.

Die zweite Aktion des Standes war die sogenannte „Nagelprobe“. Dabei müssen 10 Nägel ohne Hilfsmittel auf einem einzigen Nagelkopf platziert werden. Abgefragt werden bei dieser Übung zum Beispiel Problemlösestrategien und der Umgang mit Frustration. Denn auf den ersten Blick scheint diese Aufgabenstellung unlösbar. Wie also damit umgehen? Es gar nicht erst versuchen, andere Leute nach der Lösung fragen oder vielleicht so lange rumprobieren bis man es geschafft hat? Das kann mitunter ziemlich frustrierend werden, wenn das erhoffte Ergebnis ausbleibt. Diese kleine Übung ist ein guter Aufhänger, um sich mit den Besuchenden über ihren Umgang mit (scheinbar unlösbaren) Problemen und Frustrationen zu unterhalten. Für die Suchtprävention ist das von Interesse, da einerseits vielseitige und konstruktive Problemlösestrategien vor der Entwicklung einer Suchterkrankung schützen können und gleichzeitig weniger konstruktive Strategien, wie beispielsweise der Konsum von Alkohol und anderen Substanzen, ein Risiko darstellen. Und natürlich macht es auch noch Spaß, wenn man es am Ende schafft, die Aufgabe zu lösen.

Die Letzte größere Aktion des Standes fragt ganz konkret nach: „Was macht mich glücklich?“, „Wenn ich wütend bin, dann…“, „Wenn ich etwas nicht alleine schaffe, dann…“  Auf einem Plakat wurden diese und ähnliche Fragen gestellt, die Besuchenden konnten ihre persönlichen Antworten auf ein Post-It in Blattform schreiben und es an einen großen Aufsteller in Form eines Baumes heften. Im Laufe des Tages wurde der Baum immer grüner und die Antworten immer vielseitiger. Genau wie bei der Nagelprobe werden hier Problemlösestrategien thematisiert, gleichzeitig wird nach Ressourcen und dem Umgang mit negativen Gefühlen gefragt. Die Antworten der anderen Teilnehmenden können dabei natürlich Inspiration sein und der Austausch ermöglicht die Entwicklung oder Übernahme neuer Ideen.

Schutzfaktoren und Gesundheitsförderung

In Forschung und Praxis der Geisteswissenschaften hat sich der Blick auf die Psyche des Menschen, psychische Belastungen und Erkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Von der Frage „Was macht uns krank?“ änderte sich der Blickwinkel hin zu „Was hält uns gesund?“ Diese Denkweise ist Grundlage des Modells der Salutogenese, der Ressourcenorientierung und der Resilienzforschung. Als Resilienz bezeichnet man die psychische Widerstandsfähigkeit von Menschen (in schwierigen Situationen).

Diese Perspektive findet auch Platz in der Suchtprävention mit Konzepten, die (substanz-)spezifische Präventionsbausteine und persönlichkeitsbildende Aspekte vereinen. Sie wollen Menschen dazu ermutigen, ihre persönlichen Ressourcen zu nutzen und neue zu erschließen. Denn: Ressourcenreichtum – und das Wissen um diese Ressourcen – kann Risikofaktoren ausgleichen und Menschen vor den Folgen psychischer Belastungen und der Entstehung von Erkrankungen schützen.

In diesem Sinne griffen die Aktionen rund um die Stofftaschen, Nagelprobe und die Blätter auf unterschiedliche Weise das Thema „Schutzfaktoren“ auf.

 

 

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