Philotes - Theaterstück zwischen Realität und Virtualität
Knapp 200 Schüler*innen der Gustav-Heinemann-Schule in Mülheim an der Ruhr verfolgten sehr aufmerksam die beiden Vorstellungen des Theaterstückes „Philotes“ vom Theaterspiel Witten.
Alltagsnah und mit viel Kontakt zum jungen Publikum thematisierte das Stück das exzessive Gamen am Computer und damit verbundene Konflikte: Das Leben zwischen Realität und Virtualität, verborgene Ängste und den Wert von Freundschaften und Familie. Auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten für die hilflose Mutter banden die Schauspieler*innen das Publikum ins Stück ein. Die vielen kreativen Ideen unterzogen sie in kurzen Dialogen mit dem zockenden Benny direkt einem Realitätscheck.
Im anschließenden Auswertungsgespräch ging es um die Schauspieler*innen, das Theater sowie die Geschichte und Intention des Stückes. Wichtige Aspekte waren auch Möglichkeiten der Prävention und Hilfsangebote in Mülheim. Eine aktivierende Übung am Schluss regte alle Anwesenden noch an, über das eigene Verhalten und die eigene Identität nachzudenken.
Kultur, Pädagogik und Suchtprävention aus einem Guss - insgesamt eine coole und empfehlenswerte Aktion zum Thema exzessive Mediennutzung, die bei den jungen Menschen gut ankam. Nach den Ferien greift die Fachstelle das Thema mit weiteren Angeboten im Schulalltag nachhaltig auf.