Gemeinsam durch die Alkohölle gehen – „Theaterspiel“ wieder in Mülheimer Schule unterwegs

01.09.2021

Es ist 10 Uhr morgens als die Schüler*innen des Karl-Ziegler-Gymnasiums in Mülheim an der Ruhr die Aula der Schule betreten. Sie setzen sich auf die Stühle, die sich auf die ausgeleuchtete Bühne richten. Nach einer kurzen Begrüßung durch Monika Kühner vom Amt für Kinder, Jugend und Schule ist es so weit – die Menge verstummt, die Lichter werden gedämmt und das Stück „Alkohölle“ beginnt.

Gebannt beobachten die Anwesenden, darunter auch Lehrkräfte, wie die Hauptfigur Lena ihren ausufernden Umgang mit Alkohol erlebt. Lena ist 19 Jahre alt und absolviert ein Praktikum in der Werbeagentur ihrer Tante. Als ein Auftraggeber ein neues alkoholisches Mixgetränk bewerben möchte, lehnt Lenas Tante, ohne zu zögern ab. Lena versteht nicht, warum und ein Streit entsteht, der mehr über die Vergangenheit von Lenas verstorbenem Vater enthüllt.

Das Stück wirft schmerzhafte Fragen über Suchtgeschichten in Familien auf. Ein Thema, dass – trotz aller Bemühung es zu vergessen – sich immer wieder in das Leben der Angehörigen schleicht. Letztendlich stellt sich die Frage: Traut Lena sich, sich ihrer Vergangenheit und somit ihren Problemen zu stellen oder gewinnt der Alkohol und führt sie möglicherweise in dieselbe Suchtspirale, in der sich bereits ihr Vater befand. „Erzähl mir mehr über Pa“, bittet Lena schließlich. Das Licht wird gedimmt, Lena und ihre Tante verlassen die Bühne. Nach kurzer Stille folgt begeisterter Applaus des Publikums.

Nach einer Verschnaufpause findet sich das Publikum zur Nachbesprechung wieder ein.
Nun können die Anwesenden Fragen stellen an das Ensemble sowie Deike Kranz von der Fachstelle für Suchtvorbeugung der ginko Stiftung für Prävention.

Ein Schüler möchte wissen, welche persönlichen Geschichten das Ensemble mit dem Thema Alkohol und Sucht gemacht hat. Es werden Geschichten über die eigene Alkoholabhängigkeit, Alkoholmissbrauch der Eltern und Magersucht erzählt. Auf jeden der persönlichen Beiträge folgt Applaus aus dem Publikum. Man merkt: Dieses Theaterprojekt liegt dem Ensemble sehr am Herzen und verfolgt das Ziel, junge Menschen zu informieren und zum Nachdenken anzuregen, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben.

Beate Albrecht, Darstellerin der Tante und Autorin des Stückes fragt schließlich das Publikum:
„Was glaubt ihr, wie das Stück endet? Wofür entscheidet sich Lena? Trinkt sie die Flasche oder gewinnt die Erinnerung an ihren Vater?“
Viele Hände erheben sich. Die meisten stimmen dafür, dass Lena sich gegen den Alkohol entscheidet und sich ihrer Vergangenheit und Problemen stellt.
Vielleicht ist genau das ein Zeichen dafür, dass die Schüler*innen selbst dazu bereit sind, über Probleme zu sprechen und sich Hilfe zu holen, wenn sie nicht mehr weiterwissen.

Wir danken dem Amt für Kinder, Jugend und Schule bei für die Unterstützung bei der Realisierung dieser Aufführung. 

In der Jugendberatung der ginko Stiftung für Prävention finden junge Menschen ab 14 Jahren ein offenes Ohr für Probleme, Herausforderungen und Fragen. Auch Eltern und Lehrkräfte können sich an die Jugendberatung wenden, wenn sie sich Sorgen machen um ihre Jugendlichen.

Terminvergabe: telefonisch unter 0208 30069-31 oder per Mail: 6A7567656E646265726174756E674067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

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Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

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Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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