Schneller am Markt, schneller ins Gehirn – neue Entwicklungen im illegalen Drogenbereich
Die Prophylaxefachkräfte aus NRW informierten sich am 07.01.2010 in der Sitzung der AG Prophylaxe über neue Entwicklungen auf dem illegalen Drogenmarkt und die damit verbundenen Folgen für die Konsumenten und Konsumentinnen.
Dafür stand mit Herrn Dr. Hellmut Mahler, Sachverständiger aus der Abteilung Betäubungsmitteluntersuchungen und Toxikologie im Kriminalwissenschaftlichen und -technischen Institut des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen, ein kompetenter Referent zur Verfügung.
Zum einen gibt es ein wachsendes Angebot an neuen chemischen Substanzen mit aufputschender Wirkung, zum anderen verstärkt sich der Trend, vorhandene Substanzen entweder durch neue Züchtungen (z.B. bei Cannabis) oder durch Beimengungen mit weiteren (psychoaktiven) Stoffen (z.B. bei Kokain) in ihrer Wirkung zu verstärken.
Generell lässt sich feststellen, dass im Bereich der illegalen Drogen immer häufiger Substanzen auf den Markt kommen, die immer schneller und immer stärker wirken. Da diese Substanzen in ihrer chemischen Zusammensetzung fortwährend verändert werden oder auch mit wechselnden Stoffen verschnitten sein können (z.B. Cannabis mit winzigen Glaspartikeln), sind die mit dem Konsum dieser Rauschmittel verbundenen Gesundheitsschäden bislang nur vereinzelt erforscht und damit den Konsumenten und Konsumentinnen kaum bekannt.