Erstes MOVE zum Thema „Rauchen in der Jugendhilfe“

21.07.2010

LoQ (Landesinitiative Leben ohne Qualm) und MOVE haben sich zum zweiten Mal zusammengetan (nach der „Rauchfreien Schule") und ein MOVE-Seminar speziell zum Thema Tabak im Bereich der Jugendhilfe entwickelt. Das Pilotseminar -in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland - und finanziell ermöglicht durch LoQ, fand Ende Juni sowie im Juli in der Sportschule Hennef statt. 

Bei der Durchführung der Fortbildung zeigte sich vor allem der enorme Gesprächsbedarf der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezüglich der aktuellen Gesetzeslage zum Nichtraucherschutzgesetz. Schwierigkeiten macht hier das „doppelte Mandat": einerseits der Auftrag, Zugang zu den Jugendlichen zu finden, Nähe zu ermöglichen, andererseits Verbote und ggf. Sanktionen verhängen zu müssen.
Im Verlaufe des Seminars wurde deutlich, dass dies kein Widerspruch sein muss, entscheidend ist vielmehr zum einen die Haltung und des weiteren die Gewährung von Zeit für den Veränderungsprozess. Zentral ist es, sich belegbar auf den Weg zur "Rauchfreien Einrichtung" zu machen.
Was sich auch im Seminar zeigte (übrigens auch ein Schritt auf diesem Weg): So hatten einige Teilnehmer das Seminar zum Anlass genommen, selbst mit dem Rauchen aufzuhören. 

Zum Hintergrund:
Die meisten Jugendlichen sammeln Erfahrungen mit Tabak. Wenn nicht mit Zigaretten, dann vielleicht mit dem Rauchen von Shisha-Wasserpfeifen, das gerade bei Jugendlichen im Trend liegt. Konsumierende Jugendliche bewerten ihr Verhalten dabei eher selten als gesundheitlich riskant oder würden sich nicht als süchtig bezeichnen - zumindest nicht, solange keine schwerwiegenden Folgeprobleme auftreten. Sie nutzen daher freiwillig kaum institutionelle Beratungsangebote.

Bezugspersonen aus der Jugendhilfe sorgen sich dagegen um ihr Klientel und wissen, dass Maßnahmen notwendig sind, um der Entwicklung einer Tabakabhängigkeit vorzubeugen. Gleichzeitig sind sie auch angehalten, ihre Einrichtungen der Jugendhilfe qualmfrei zu machen und die Richtlinien des Nichtraucherschutzgesetztes durchzusetzen. 

  • Aber wie kann man Jugendliche auf ihren Tabakkonsum ansprechen...und zwar so, dass sie bereit sind, über ihr Verhalten nachzudenken und es zu verändern?
  • Welche Gesprächstechniken helfen, Jugendliche zu motivieren, die Regelungen zum Nichtraucherschutz mindestens in der Einrichtung zu respektieren?
  • Wie gehe ich konstruktiv mit Widerstand des Jugendlichen um, der mir vielleicht entgegengebracht wird?

Genau hier setzt die Fortbildung MOVE - MOtivierende KurzinterVEntion bei konsumierenden Jugendlichen an. Move geht davon aus, dass jede Verhaltensänderung - also auch im Bereich des Rauchens - nicht etwa von heute auf morgen passiert, sondern ein Prozess ist, der in aufeinander folgenden Phasen verläuft. Ein zentrales Stichwort in der Beratung von konsumierenden Jugendlichen ist deshalb die Motivation. Diese gilt es im einfühlsamen Gespräch mit dem Jugendlichen entsprechend seiner Phase zu entwickeln und voranzutreiben. Für jede Phase gibt es brauchbare Handlungsstrategien und Gesprächstechniken, die in der Fortbildung theoretisch vermittelt und in Rollenspielen ausprobiert werden. Da der Erfolg der Gespräche zwischen Jugendlichem und Kontaktperson nicht zwingend von deren Länge abhängig ist, bieten typische „Tür-und-Angel-Gespräche" im Alltag der Jugendhilfeeinrichtung eine neue Chance im Kontakt.

 

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Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

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Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

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Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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