NACOA-Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien 2023

13.02.2023

Jedes fünfte Kind in Deutschland wächst mit mindestens einem suchtkranken Elternteil auf. Auf ihre Situation will die jährliche "Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien" von NACOA Deutschland aufmerksam machen, die in diesem Jahr vom 12. bis 18. Februar stattfindet. 

Schirmherr der Aktionswoche ist erstmalig der Sänger und Songwriter Max Mutzke, vielen Menschen bekannt durch seine erfolgreiche Teilnahme am Eurovision Song Contest 2004. Er wuchs mit einer alkoholkranken Mutter auf, die mittlerweile an dieser Krankheit gestorben ist. "Wir sind eine Familie, in der wir einander sehr nah sind, und mein Vater ist dazu noch ein erfahrener Arzt. Doch egal was wir auch für oder gegen meine Mutter getan haben, wir konnten dieses Monster in ihr nicht besiegen", sagt Max Mutzke rückblickend.

"Ich möchte mit meiner Teilnahme an der Aktionswoche den Kindern suchtkranker Eltern, auch den mittlerweile erwachsenen, eines klar machen: Ihr habt keine Schuld daran, dass ein Mensch aus eurer Mitte dieser Sucht zum Opfer gefallen ist. Sucht ist, wie Krebs oder Alzheimer, eine schlimme Krankheit und es gibt keinen Grund, sich dafür zu rechtfertigen oder gar zu schämen."

Die Stigmatisierung von Suchtkranken und ihren Angehörigen ist Schwerpunktthema der diesjährigen Aktionswoche. In vielfältigen Veranstaltungen informieren in diesen Tagen Betroffene und andere Fachleute aus Politik, Medizin und sozialer Arbeit über die gesundheitlichen Gefahren der elterlichen Suchterkrankung für die betroffenen Kinder und Jugendlichen, aber auch über Hilfsangebote. Koordiniert wird die Aktionswoche, die zur gleichen Zeit oder leicht versetzt auch in anderen Ländern stattfindet, hierzulande von NACOA Deutschland, der Interessenvertretung für Kinder aus suchtbelasteten Familien. 

"Meine Mutter war eine unglaublich schöne und talentierte Frau", erinnert sich Max Mutzke. "Sie war eine fantastische Schauspielerin, hatte einen verrückt guten Humor, war immer auffällig gut gekleidet, herrlich obszön und hatte ein sehr, sehr großes Herz." Doch schon als Kind habe er gespürt, dass es etwas gibt, was sie überfordert, was sie so anders macht als die Mütter seiner Freunde. "Seit ich mich erinnern kann und lange bevor ich wusste, dass es diese Krankheit gibt, hatte ich das Gefühl, dass irgendetwas in meiner Mutter zerbrochen ist."

Mutzke und seine fünf Geschwister seien von diesem Leben und den Belastungen, die eine solche Krankheit für alle Angehörigen mit sich bringt, sehr geprägt worden. Die Hilflosigkeit sei "schrecklich frustrierend" gewesen. "Jeder hat seine Art gefunden damit umzugehen. Ich habe, und dafür bin ich sehr dankbar, eine starke Resilienz entwickelt und bin mir sicher, dass meine Empathie, mein Optimismus, meine Kreativität, meine politische Haltung, mein offenes Herz für Vielfalt, mein Gerechtigkeitssinn und mein soziales Engagement eine Folge dieser Erfahrungen sind."

Max Mutzke spricht während der Aktionswoche in einem Insta-Live-Gespräch mit NACOA Deutschland über seine Erfahrungen.
Termin: 14. Februar um 10:00 Uhr

Diese und alle anderen Veranstaltungen sowie weiterführende Informationen sind zu finden unter https://coa-aktionswoche.de

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