Kooperationstag Sucht NRW 2025

06.10.2025

Am 1. Oktober 2025 fand im O-Werk Bochum der 12. Kooperationstag Sucht NRW statt – und er traf offensichtlich den Nerv der Zeit: Die Veranstaltung war mit 200 Teilnehmenden ausgebucht. Unter dem Leitthema "Diversität in der Suchthilfe: Wege zu einer vielfältigen Unterstützungskultur" kamen Fachkräfte aus Suchthilfe, Prävention, Beratung und Behandlung zusammen, um über die Herausforderungen und Chancen einer diversitätssensiblen Suchthilfe zu diskutieren.

Rassismuskritik meets Suchthilfe

Im Mittelpunkt des Tages stand der Zusammenhang zweier hochkomplexer Themenfelder:

  • Suchterkrankungen und deren Prävention sowie Behandlung und
  • gesellschaftliche Macht- und Diskriminierungsstrukturen wie Rassismus, Sexismus, Klassismus oder Queerfeindlichkeit, oft auch sektorenübergreifend.

Prof. Dr. Karim Fereidooni eröffnete den Fachtag mit einem Hauptvortrag, der eindrücklich aufzeigte, wie tief gesellschaftliche Ungleichheiten in Institutionen eingeschrieben sind – und wie wichtig es ist, diese Mechanismen auch in der Suchthilfe kritisch zu reflektieren.

In seinen Ausführungen legte er folgende Definition von Rassismuskritik zugrunde:

"Wann, wie und zu welchem Zweck wurden bzw. werden Menschen zu anders- und fremdartigen, sowie minderwertigen und gefährlichen Wesen gemacht und welche Auswirkung hatte bzw. hat das für diese Menschen bzw. welche Funktion hat das für die gesamte Gesellschaft?" (Atali-Timmer/Fereidooni/Schroth (in Druck): Rassismuskritische Polizeiforschung – Eine Spurensuche. In: Daniela Hunold und Tobias Singelnstein (Hrsg.), Rassismus und Diskriminierung in der polizeilichen Praxis. Eine Bestandsaufnahme. Springer VS.)

Gesellschaft im Wandel – Suchthilfe im Wandel

Die bundesdeutsche Gesellschaft ist von Superdiversität geprägt: hier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, sozialer Lagen, Altersgruppen, Geschlechteridentitäten und sexuellen Orientierungen. Diese Vielfalt spiegelt sich natürlich auch bei den Menschen wider, die entweder selbst von Suchterkrankungen oder als Angehörige betroffen sind. Damit stellt sich für die Suchthilfe die zentrale Frage: "Wie gestalten wir ein Hilfesystem, das ebenso vielfältig und sicher ist wie die Menschen, die es nutzen?"

In den neun Workshops standen verschiedene Aspekte von Diversität im Mittelpunkt. Klar wurde: Es gibt keine einfachen Lösungen, jedoch viele wichtige Impulse.

Das Format des "Workshops für alle" hatte im Anschluss die Übertragung auf den eigenen Arbeitsbereich zum Ziel. Die Teilnehmenden des Plenums  widmeten sich in drei Gruppen, angeleitet durch die Moderatorin Okka Gundel, jeweils den Perspektiven der "Träumer:innen", "Realist:innen" und "Skeptiker:innen". Welche Wünsche kamen zum Vorschein, welche Widerstände und Stolpersteine machten sich bemerkbar und wo zeigten sich Möglichkeiten, auch mit kleinen Schritten Veränderungen anzustoßen? Die Methode ermutigte die Teilnehmer:innen zur Reflexion der eigenen Haltung und Umsetzungen in den Arbeitsalltag.

Der 12. Kooperationstag Sucht NRW machte deutlich, dass

  • Vielfalt und Superdiversität gesellschaftliche Realität sind und sich so auch im Suchthilfesystem wiederfinden.
  • dass Rassismuskritik bzw. Diskriminierungssenibilität als Teil der Professionskompetenz verstanden werden sollte.
  • die Entwicklung hin zu einer diskriminierungssensiblen und diversitätsgerechten Suchthilfe Offenheit, Selbstreflexion und strukturelle Veränderungen erfordert.
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Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

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Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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