UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern
Kürzlich erschien die aktuelle UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern. Sie bescheinigt Deutschland mit Platz 25 von 37 unterdurchschnittliche Werte.
Im Bericht von UNICEF heißt es: „Ökonomische Benachteiligung und mangelnde Teilhabe beeinträchtigen den gesamten Alltag von Kindern – etwa durch schlechte Wohnverhältnisse mit wenig Rückzugsräumen, schlecht ausgestattete Schulen und benachteiligte Nachbarschaften, in denen beispielsweise Kinderärzte oder Spielplätze fehlen. Zudem erhöht finanzielle Unsicherheit den Stress in Familien und kann so die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern beeinträchtigen.“
Die Suchtprävention ist ein Teil der Gesundheitsförderung und kann somit auch zum Wohlbefinden von Menschen aller Altersgruppen beitragen. Vor allem Kinder und Jugendliche profitieren von Präventionsangeboten: sie erhalten einerseits Informationen zu Substanzen und Verhaltensweisen, die eine Sucht auslösen können. Darüber hinaus regen suchtpräventive Programme zu gesunden Alternativen zu Substanzkonsum, Verhaltensänderungen und Förderung der Lebenskompetenzen an.
„Gesund aufwachsen“ bildet im Rahmen der nordrhein-westfälischen Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ einen wichtigen Baustein dazu. Er macht deutlich, dass ein früher Start von Präventionsprogrammen wie z.B. FREUNDE https://kitaprogramm-freunde.de/ oder MOVE Eltern https://www.move-seminare.de/ sinnvoll und unerlässlich ist.
Auch in der Bundesrahmenempfehlung der Nationalen Präventionskonferenz (2016, S. 13) heißt es: „Kinder und ihre Eltern werden in Kindertagesstätten (Kitas) und in anderen Formen der Kinderbetreuung in einer Lebensphase erreicht, in der gesundheits- und sicherheitsförderliche Lebens- und Verhaltensweisen entscheidend geprägt und wichtige Grundsteine für die weitere Bildungs- und Persönlichkeitsentwicklung der Kinder gelegt werden. Ausgehend von der Lebenswelt Kita können auch die gesundheitlichen Rahmenbedingungen in den Familien positiv beeinflusst werden. Die Schaffung gesundheitsförderlicher Strukturen und Abläufe kann auch zur Verringerung der Belastungen und damit zur Verbesserung der Gesundheit von Erzieherinnen und Erziehern beitragen.“
Das zeigt: Kitas spielen eine besonders wichtige Rolle, wenn es um die gesunde Entwicklung von Kindern geht. Die Evaluation des Kita-Programms FREUNDE zeigt auf, dass die Förderung der Lebenskompetenzen die Entwicklung von Kindern positiv unterstützt.
Es wird deutlich: der Elementarbereich hat eine ebenso wichtige Bedeutung für die Prävention wie die Settings Kommune, Schule, Arbeitsplatz und Pflege.
Quelle:
Bundesrahmenempfehlungen der Nationalen Präventionskonferenz nach § 20d Abs. 3 SGB V
https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/presse/pressemitteilungen/2016/Praevention_NPK_BRE_verabschiedet_am_19022016.pdf