Gutes Zuhören macht den Unterschied: MOVE stärkt Fachkräfte im Gespräch mit Jugendlichen

Weltzuhör-Tag am 18. Juli 2026
24.07.2026

Zum Weltzuhörtag am 18. Juli setzt die Landesfachstelle Prävention NRW ein Zeichen für eine Gesprächskultur, die Jugendliche ernst nimmt, Vertrauen schafft und Wege aus schwierigen Lebenslagen eröffnet.

Mit dem Angebot MOVE unterstützt die Landesfachstelle Prävention NRW Fachkräfte dabei, durch gutes Zuhören und eine wertschätzende Haltung auch mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, die sich in Krisen, Konflikten oder riskanten Verhaltensweisen befinden.

Zuhören ist mehr als Höflichkeit – es ist eine zentrale Voraussetzung für gelingende Beratung. Gerade im Kontakt mit Jugendlichen entscheidet oft nicht die richtige Antwort, sondern die Qualität des Zuhörens darüber, ob Vertrauen entsteht und ob ein Gespräch überhaupt in Bewegung kommt. Genau hier setzt MOVE an: Im Rahmen der Fortbildung wird eine motivierende, respektvolle Gesprächsführung vermittelt, die Fachkräfte darin stärkt, Jugendliche auf Augenhöhe zu begleiten und Veränderungsprozesse anzustoßen.

„Wer Jugendlichen wirklich zuhört, hört nicht nur Worte, sondern auch Unsicherheit, Belastung und den Wunsch nach Orientierung“, berichtet André Frohnenberg, MOVE-Programmleitung in der Landesfachstelle Prävention NRW. „MOVE vermittelt Fachkräften die Haltung und die Methoden, um daraus tragfähige Gespräche zu entwickeln – ein wichtiger Beitrag für gute Beratung in schwierigen Lebenslagen“.

 Warum Zuhören zählt

Jugendliche in belastenden Lebenssituationen erleben Gespräche mit Erwachsenen nicht selten als belehrend oder distanziert. Ein offenes, zugewandtes Zuhören kann dagegen der erste Schritt sein, um Scham abzubauen, Selbstreflexion zu ermöglichen und gemeinsam nach nächsten Schritten zu suchen. MOVE setzt genau an dieser Stelle an und überträgt die Prinzipien der motivierenden Gesprächsführung auf den Alltag von Fachkräften, etwa in der Arbeit mit Jugendlichen, Eltern oder anderen Zielgruppen.

Das Angebot richtet sich an Fachkräfte und Kontaktpersonen, die Menschen dazu motivieren möchten, positive Veränderungen in ihrem Leben anzustreben und beizubehalten. Besonders hilfreich ist MOVE dort, wo sich junge Menschen noch nicht für Veränderung entschieden haben oder ambivalent gegenüber Unterstützung sind. Statt vorschnell mit Argumenten von der Schädlichkeit eines Verhaltens überzeugen zu wollen, unterstützt MOVE-Fachkräfte dabei, in den Äußerungen junger Menschen die „Blumen der Selbstmotivation“ – kleine Hinweise auf Veränderungsbereitschaft – zu entdecken und durch gezielte Gesprächsführung zu „gießen und zu düngen“, woraus nachhaltige Veränderung wachsen kann.

 

Nutzen für die Praxis

„Durch MOVE konnte ich meine Berührungsängste abbauen, mit Jugendlichen über ihren Konsum zu sprechen. Die verschiedenen Methoden und Impulse waren sehr praxisnah. Nun habe ich das Gefühl, mein Gegenüber zum Nachdenken anregen zu können und in Kontakt zu bleiben", bestätigt die langjährige MOVE-Trainerin Ulrike Weihrauch, Jugendberatung der ginko Stiftung für Prävention.

Für die Beratungspraxis bedeutet das: Weniger Druck, mehr Beziehung. Weniger vorschnelle Lösungen, mehr echtes Verstehen. Fachkräfte lernen, Gespräche so zu führen, dass Jugendliche eigene Motive und Perspektiven entwickeln können, statt sich bevormundet zu fühlen.

Damit leistet MOVE einen konkreten Beitrag zur Prävention und zur Qualität von Beratung: Wer gut zuhört, kann passgenauer unterstützen. Und wer passgenauer unterstützt, erreicht Jugendliche auch dann, wenn ihre Lebenslage schwierig, ihre Motivation schwankend oder ihr Vertrauen in Erwachsene gering ist.

Allein in den letzten drei Jahren sind in NRW ca. 2000 Fachkräfte geschult worden. Landesweit werden jährlich ca. 50 Seminare angeboten.

Trainer:innen finden sie über www.move-seminare.de/Jugendliche/TrainerInnen  

Die Termine finden Sie unter: www.move-seminare.de/Jugendliche/Termine  

 

Angebot und Kontakt

MOVE ist ein Angebot der Landesfachstelle Prävention NRW. Weitere Informationen zum Konzept, zu Seminaren und zur Anmeldung finden Interessierte unter www.move-seminare.de.

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So finden Sie uns

Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.