Weltdrogentag

26.06.2014

Am 26. Juni ist Weltdrogentag, offiziell der „Internationale Tag gegen Drogenkonsum und Drogenhandel“. Aktuell dazu hat das Statistische Bundesamt die „Zahl der Woche“ bekanntgegeben: „14 551 Tote durch Alkoholkonsum – fast viermal so viele wie durch Verkehrsunfälle“.

Legale Suchtmittel

Tatsächlich sind es in Deutschland nicht die „harten Drogen“, sondern die legalen Suchtmittel Alkohol, Zigaretten und Glücksspiel, die am weitesten verbreitet sind und menschlich wie wirtschaftlich die größten Probleme und Kosten verursachen. Zugunsten des kurzfristigen Genusses nehmen die Betroffenen langfristige negative Folgen in Kauf. Daniel Radcliffe, der britische Schauspieler und Darsteller von „Harry Potter“, beschrieb seinen riskanten Alkoholkonsum in einem Interview mit den Worten „Es hat mich nicht so glücklich gemacht wie ich wollte“. Aus dieser einfachen Erkenntnis zog er die Kraft, mit dem Trinken aufzuhören.

In Deutschland sind schätzungsweise 1,8 Mio. Menschen alkoholabhängig, etwa 10 Mio. Menschen konsumieren riskant Alkohol. 14.551 Menschen, davon 10.922 Männer und 3.629 Frauen, verstarben 2012 laut Angaben des Statistischen Bundesamtes an den Folgen wie Leberschäden oder alkoholbedingten psychischen und Verhaltensstörungen.

Trotz vieler Erfolge in der Tabakprävention und öffentlichen Rauchverboten rauchen immer noch 15,2 Mio. Erwachsene in Deutschland. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) geht von jährlich 100.000 bis 120.000 Todesfällen aus, die auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. Auch das Passivrauchen birgt die Gefahr für zahlreiche Krankheiten und geschätzte 3.300 Todesfälle.

Die Anzahl der pathologischen Glücksspielerinnen und -spieler wird auf rund 275.000 Menschen geschätzt. Dazu kommen gut 3 Mio. Personen, die ein riskantes Spielverhalten zeigen mit der Konsequenz, sich und Angehörige hoch zu verschulden.

Den steuerlichen Einnahmen, die durch die o.g. Suchtmittel in die Staatskasse fließen, stehen um ein vielfaches höhere Folgekosten gegenüber:

 

Volkswirtschaftliche Folgekosten

Steuereinnahmen

Alkohol

26,7 Mrd. Euro

3,28 Mrd. Euro

Tabak

33,6 Mrd. Euro

14,1 Mrd. Euro

Glücksspiel

40 Mrd. Euro

2,85 Mrd. Euro

Quelle: Jahrbuch Sucht 2014

 

Illegale Drogen

Bei den illegalen Drogen ist nach der Legalisierung von Cannabis in einigen Bundesstaaten der USA in Deutschland verstärkt die Diskussion um Entkriminalisierung aufgeflammt. In den Schlagzeilen stehen auch die synthetischen Cannabinoide, besser bekannt als „Legal highs“. Deren stetig wechselnde Zusammensetzung macht die „Legal highs“ so gefährlich, da die Nutzenden nie genau wissen können, was und in welcher Konzentration sie konsumieren.

Die Verbreitung von Crystal Meth in Deutschland ist regional noch sehr unterschiedlich. So sind die an der tschechischen Grenze liegenden Bundesländer Thüringen und Sachsen am stärksten betroffen.

Deutschland gehört laut DHS mit geschätzten vier problematischen Drogenkonsumierenden pro 1.000 Einwohnern/-innen im Alter von 15 bis 64 Jahren zu den Ländern mit niedriger Prävalenz. Die Prävalenzrate beim riskanten oder abhängigen Cannabiskonsum liegt mit einem Anteil von 4,5 Prozent bei den 18- bis 64-Jährigen am Höchsten.

Suchtprävention in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen leisten über 100 Prophylaxefachkräfte vor Ort suchtpräventive Arbeit. Ihre Aktivitäten sind u.a. eingebettet in die Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ mit den gleichnamigen Aktionstagen, dem „ALK-Parours“, HipHop- und Musikvideoworkshops. In zahlreichen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, aber auch für Fachkräfte wie Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitarbeitenden der Jugendhilfe dreht sich alles sowohl um substanzspezifische als auch substanzunspezifische Suchtmittel.

Die Aktivitäten der Kampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ sind nun auch online barrierefrei unter www.suchtgeschichte.nrw.de einzusehen.

Die Förderung des Nichtrauchens hat sich die Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ (LoQ) auf die Fahnen geschrieben. Der „LoQ-Parcours“ und der HipHop-Wettbewerb sprechen gezielt Jugendliche an, um ihnen die Vorteile des Nichtrauchens zu verdeutlichen.

Zu Prävention des Cannabiskonsums sind aktuell zwei überarbeitete Broschüren des NRW-Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW in Zusammenarbeit mit der ginko Stiftung für Prävention erschienen, eine jugendgerechte Broschüre, die über die Wirkungen und Gefahren im Umgang mit Cannabis informiert und ein Ratgeber für Eltern.

Beide Broschüren können unter www.mgepa.nrw.de/ministerium bestellt werden.

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