Prävention exzessiver Mediennutzung mit dem Methodenkoffer "What’s on"

25.08.2021

Von Levels, Likes und Laufzeit

Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahrs stellt die Landesfachstelle Prävention den neuen Methodenkoffer "What‘s on" zur Prävention exzessiver Mediennutzung vor.
18 Präventionsfachkräfte kamen zur ersten von insgesamt drei Methodenschulungen im Haus des Sports in Mülheim an der Ruhr zusammen, um die 12 Methoden kennenzulernen und auszuprobieren. Inhaltlich bietet der Koffer eine kompakte, in der Praxis erprobte Sammlung interaktiver Methoden, die die Kolleginnen und Kollegen aus den Fachstellen in Köln, Hamm, Dinslaken, Bonn und Marl entwickelt und erprobt haben.

Wie unterschiedlich Menschen mit Medien umgehen und sie nutzen, zeigen die Comic-Geschichten der Methode "Upleveln" – die Hauptpersonen beschäftigen sich mit Computerspielen oder sozialen Netzwerken und es wird deutlich: die suchtartige Nutzung kommt nicht plötzlich, sondern entwickelt sich erst langsam. Oder beispielsweise die Methode "Crater of Addiction", bei der die Teilnehmenden verschiedene Fallbeispiele einordnen sollen: "Fotos bei Instagram machen mir einfach riesigen Spaß". Wie ist so eine Aussage einzuordnen und worauf kommt es bei der Bewertung an?

"Lootchest" hingegen ist eine Methode, die auf den ersten Blick gar nichts mit Mediennutzung zu tun hat. "Lootchest" lässt sich mit "Schatzkiste" übersetzen: in der Übung stehen sich im Innen- und Außenkreis jeweils zwei Personen gegenüber. Die Person im Innenkreis liest eine Frage vor, z.B. "Wann fühlst Du Dich frei?" Ihr Gegenüber hat 15 Sekunden Zeit für eine Antwort, bevor sie weiterrückt und die nächste Frage beantwortet. So kommen viele verschiedene ermutigende und aufbauende Aussagen zusammen, ein wahrer Schatz an positiven Anregungen als Alternativen zum dauernden Gebrauch von Medien, um sich gut zu fühlen. Einerseits geht es darum, in den Austausch zu kommen, sich auch einmal in die Perspektive eines anderen hineinzuversetzen und zu verstehen, was die Faszination von Games und Netzwerken ausmacht. Andererseits gibt die Arbeit mit dem Koffer auch Anstöße, um eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Mediennutzung zu entwickeln.

"Ich habe total Lust, den Koffer nun anzuwenden", "Die Materialien sind hochwertig und leicht", "Die Methodensammlung ist vielseitig einsetzbar", waren einige der positiven Rückmeldungen der frisch geschulten Fachkräfte. Sie erhielten nach vierstündiger Fortbildung ihren Koffer, mit dem sie nun ihrerseits Multiplikator*innen-Schulungen in ihren Kreisen und Kommunen anbieten können. Vor allem sind hier Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aus den Bereichen Jugendhilfe und Schulsozialarbeit angesprochen. Sie können in Schulen und Jugendeinrichtungen mit jungen Menschen zwischen 10 und 15 Jahren zu dem Thema "exzessive Mediennutzung" arbeiten.

Insgesamt stehen NRW-weit 100 Methodenkoffer zur Verfügung, die im laufenden Schuljahr hoffentlich bald zum Einsatz kommen können.

Weitere Infos: www.whatson.nrw.de

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Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

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Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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