Fachtag "Kick per click" voller Erfolg
Prof. Dr. Dipl. Psych Karla Misek-Schneider widmete sich unter dem Titel Lost in Cyberspace der Frage, ob virtuelle Welten wirklich süchtig machen können. Sie machte den speziellen Reiz der Medien für Jugendliche deutlich und lieferte Kriterien für die Erkennung eines süchtigen Konsumverhaltens, wie veränderte Schlafgewohnheiten, Müdigkeit sowie Lügen, um heimlich mehr spielen zu können. Allerdings wies Frau Misek-Schneider auch darauf hin, dass die sogenannte Computersucht bislang keine Anerkennung als Krankheit gefunden hat und es dementsprechend wenig Therapieangebote gibt.
Der anschließende Vortrag von Andreas Ruff, Medienbeauftragter des Jugendamtes Essen basierte auf den vielfältigen Erfahrungen aus seiner beruflichen Praxis. Dabei wurde nochmals die ganze Spannbreite des jugendlichen Medienkonsums deutlich gemacht sowie Besonderheiten und Gefahren dieses Medienkonsums veranschaulicht. Dem interessierten Publikum bot er somit einen guten Einstieg in die für viele Anwesende doch unbekannte Welt vieler Nutzer elektronischer Medien.
Nach den Vorträgen hatten die Teilnehmer/innen die Möglichkeit einen von sechs Workshops zu besuchen, in denen Wissen zu bestimmten Themenschwerpunkten wie happy slapping, sexuelle Gewalt via Internet und Handy oder Killerspiele im Kinderzimmer vertieft werden konnte.
Den Abschluss bildete das Improvisationstheater Arte flessibile, in deren Aufführung schließlich die Erfahrungen der Teilnehmer/innen aus den einzelnen Workshops humorvoll verarbeitet wurden.
Eine ausführlichere Dokumentation der Inhalte wird in Kürze auf dieser Seite zum download bereitstehen.