Wie wird meine Berufsschule rauchfrei?
Dass ein gesetzliches Rauchverbot nicht zwingend zu einer Verhaltensänderung der Schüler/innen führt, müssen besonders berufsbildende Schulen erfahren. Rauchende Schüler/innen weichen zu benachbarten Grundstücken, Einkaufzentren oder Bushaltestellen aus und strapazieren das Schul-Image. Gerd Rakete (BZgA) und Ute Schnitzler (Alice-Salomon-Schule, Hannover) sind diese Probleme vertraut. In Bezug auf die besondere Situation von Berufschulen im Hinblick auf die Umsetzung des Rauchverbotes, hat Gerd Rakete bundesweit Erfahrungen gesammelt.
Auf Einladung der Landesinitiative „Leben ohne Qualm“ (LoQ) vermittelt er jetzt gemeinsam mit Ute Schnitzler wirksame und durchaus auch kreative Strategien und Maßnahmen für eine rauchfreie Berufsschule.
Erfahrungen zeigen, dass die Schulleitung, die eine rauchfreie Schule anstrebt, sich nicht auf die Verkündung des gesetzlichen Rauchverbots beschränken sollte. Kollegium, Schüler/innen, Eltern sowie Hausmeister/in und Besucher/innen sollten bei der Entwicklung eines Konzeptes immer miteinbezogen werden. Schulische Regeln zum Umgang mit dem Tabakkonsum gewinnen an Glaubwürdigkeit, wenn sie nicht nur für Schüler/innen, sondern für alle gelten. Durch die Vermittlung von Gesundheitswissen können Berufsschulen zudem die Aufhörbereitschaft jugendlicher Raucher/innen fördern.
Weitere Seminare für Schulleitungen sind in 2009 vorgesehen.