Koffein

Koffein ist ein Suchtmittel, das in Bohnenkaffee, schwarzem und grünem Tee sowie in Kakao oder Cola-Getränken enthalten ist und eine anregende Wirkung hat.
Koffein (auch Coffein, Tein oder Thein) ist ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine und gehört zu den psychotropen Substanzen aus der Gruppe der Stimulanzien. In reiner Form tritt es als weißes, geruchloses, kristallines Pulver mit bitterem Geschmack auf.

Koffeinhaltige Pflanzen

Koffein wird aus den gemahlenen Fruchtkernen (Bohnen) des Kaffeestrauchs hergestellt, es ist aber auch in den den getrockneten Blättern des Teestrauch enthalten.

Der Kaffeestrauch ist in Asien und Afrika heimisch, wird aber auch in Mittel- und Südamerika angebaut. Nachdem das Fruchtfleisch der kirschenähnlichen Frucht entfernt ist, werden die Kerne geröstet und vor der Zubereitung gemahlen. Das Kaffeepulver wird mit kochendem Wasser überbrüht oder aufgekocht (türkische Art). Rohe, ungeröstete Kaffeebohnen enthalten circa 0,9 - 2,6% Koffein, geröstete Bohnen 1,3 - 2,0%.
Der Teestrauch wächst in den Tropen und Subtropen. Man verwendet für die Zubereitung des Tees die getrockneten Blätter der Pflanze, die mit heißem Wasser aufgebrüht werden. Neben dem Koffein enthalten die Teeblätter noch Teophyllin, das eine ähnliche Wirkung wie Koffein hat. Getrocknete Teeblätter enthalten etwa 3 - 3,5% Koffein, wobei die Sorte Darjeeling den höchsten Koffeingehalt besitzt.
Koffein ist ebenfalls in Blättern der Kakaopflanze, somit auch in Schokoladenprodukten enthalten. Das Koffein in Cola-Getränken wird zur Hälfte aus der Kolanuss gewonnen, die andere Hälfte wird hinzugefügt.
Koffein ist preisgünstig, legal verfügbar und die weltweit am häufigsten konsumierte pharmakologisch aktive Substanz. Ob Koffein tatsächlich als Suchtmittel anzusehen ist oder lediglich ein Genussmittel darstellt, ist bis heute nicht eindeutig geklärt.

"Alltagsdroge" Koffein

Die legale Droge Koffein gehört in Deutschland zur Alltagskultur. Etwa 90% des gesamten Koffeinverbrauchs erfolgt hierzulande durch Kaffee oder Tee. Der jährliche Kaffeeverbrauch in Deutschland liegt bei etwas über sechs Kilogramm pro Kopf. Das entspricht etwa 160 Litern Kaffee bzw. vier Tassen täglich.

Kaffee- und teetrinkende Menschen haben in der Regel festgelegte Situationen und Tageszeiten, zu denen sie Koffein zu sich nehmen. So benötigen viele ihren Morgenkaffee oder -tee zum Wachwerden, den Kaffee nach einem Mittagessen oder den Nachmittagskaffee zum Kuchen.

Je nach Zubereitungsart, zum Beispiel nach türkischer Art oder als Filterkaffee, enthält eine Tasse Kaffee unterschiedlich hohe Mengen Koffein. Durchschnittlich liegt der Koffeingehalt bei etwa 75 Milligramm. Eine Tasse Tee enthält in der Regel etwas weniger.

Große Mengen Koffein werden auch in Cola-Getränken konsumiert.
Koffein ist ebenfalls in manchen Arzneimitteln enthalten, so zum Beispiel in Schmerzmitteln.

Wirkung von Koffein

Koffein, aufgenommen durch Getränke, verteilt sich innerhalb von fünf Minuten im gesamten Körper und wird sehr langsam in fünf bis sechs Stunden abgebaut. So lange etwa hält auch die Wirkung an.

Koffein beeinflusst das Nervensystem, das Herz- und Kreislaufsystem, Magen und Nieren sowie die Muskeln. Es wirkt anregend.

Koffein hält wach, steigert die Ausdauer und die körperliche Leistungsfähigkeit und verringert Kopfschmerzen. Bei regelmäßigem Konsum kann sich eine Toleranz ausbilden. Eine US-Studie belegt, dass das Abhängigkeitspotenzial jedoch so gering ist, dass es bei der Einnahme der in Lebensmitteln üblichen Dosen keine Rolle spielt. Darüber hinaus hat Koffein nicht die charakteristischen Eigenschaften von Abhängigkeit induzierenden Substanzen.

Bei Koffeinkonsum sind folgende körperliche Reaktionen messbar:

  • Erhöhung des Blutdrucks (Pulssteigerung),
  • harntreibende Wirkung,
  • vermehrte Produktion von Magensäure,
  • Händezittern,
  • Anregung des Zentralnervensystems und
  • Erhöhung der Kontraktionskraft des Herzens.

Koffein ist in geringen Dosen in erster Linie ein Stimulans, d.h. eine Substanz mit anregender Wirkung auf die Psyche und den Antrieb, sie steigert die Konzentration und beseitigt Müdigkeitserscheinungen. Es wird eine anregende von einer erregenden Wirkung des Koffeins unterschieden, wobei für letztere eine höhere Dosis erforderlich ist. Bei niedriger Dosierung tritt fast ausschließlich die zentral anregende Wirkung des Koffeins hervor. Vor allem werden psychische Grundfunktionen wie Antrieb und Stimmung beeinflusst. Eine erhöhte Dosis führt zur Anregung von Atemzentrum und Kreislauf.

Gefahren und langfristige Gesundheitsschäden

Bei normalem Koffeinkonsum, etwa bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag (= 375 Milligramm), besteht keine akute Gefahr. Eine zu hohe Koffeinzufuhr, also eine Koffeinvergiftung, äußert sich in Übelkeit, starker Erregung, Herzrasen, Schwindel und Krämpfen. Die tödliche Dosis liegt vermutlich bei über vier Gramm.

Der Koffeingenuss während einer Schwangerschaft sollte deutlich eingeschränkt bzw. ganz vermieden werden, da Fehl- und Totgeburten die Folge sein können. Bei Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen kann sich hoher Kaffeekonsum negativ auswirken.

Bei Kindern besteht die Gefahr, durch den Konsum von Cola-Getränken zu hohe Mengen Koffein zu sich zu nehmen.

Wer regelmäßig mehr als 600 Milligramm Kaffee pro Tag konsumiert (also mehr als acht Tassen), muss mit chronischer Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden und Depressionen rechnen.

Der Zusammenhang zwischen Koffein und der Entstehung verschiedener Krebsformen ist umstritten.

Produkte mit natürlichem Koffein:

  • Eine Tasse Kaffee (150 ml aus 4 g Kaffeebohnen) enthält etwa 40 bis 120 mg
  • Eine Tasse Espresso (30 ml) etwa 40 mg Koffein.
  • Eine Tasse Schwarztee kann je nach Zubereitungsart bis zu 50 mg enthalten, normal enthält eine Tasse Tee aus 1 g Teeblättern 20–40 mg.
  • Kakao enthält mit ca. 6 mg pro Tasse kaum Koffein.
  • In Schokolade findet sich Koffein (Vollmilch etwa 15 mg/100 g, Zartbitter bis zu 90 mg/100 g) neben Theobromin und anderen anregenden Substanzen.

 

Folgenden Produkten wird synthetisch erzeugtes Koffein beigemischt:

  • Energy-Drinks wie z.B. "Red Bull" (etwa 32 mg/100 ml),
  • Cola-Getränke zwischen 10 ml und 25 mg/100 ml,
  • Kaffee-Bonbons (etwa 80 bis 500 mg Koffein pro 100 g, etwa 3,3 bis 8 mg pro Bonbon).
  • Koffeinhaltige Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Paracetamol enthalten jeweils 50 mg Koffein pro Einzeldosis.
  • Koffeintabletten zur kurzfristigen Beseitigung von Ermüdungserscheinungen enthalten 50 bis 200 mg Koffein (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Coffein, 11.12.2015)

Koffeinpulver

Eine weitaus größere Gefahr stellen Koffeinpulver dar, die als Nahrungsergänzungsmittel übers Internet vertrieben werden. Sie enthalten Koffein in hoher Konzentration. Ein Gramm reines Koffein hat dieselbe Wirkung wie 1,2 Liter Bohnenkaffee. Beim Konsum des Koffeinpulvers wird das Koffein innerhalb weniger Minuten nahezu vollständig vom Körper aufgenommen. Hauptproblem ist die extrem schnelle Wirkung des Koffeins, die zum Schock führen kann. Das hochkonzentrierte Koffeinpulver wird von Sportlerinnen und Sportlern und weiteren leistungsbereiten Personen eingenommen, aber auch als Diätmittel eingesetzt. Auch Jugendliche verwenden das Pulver vermehrt als "Lernhilfe".

Vom Genuss zur Abhängigkeit

Bei einem regelmäßigen Konsum von mehr als fünf Tassen Kaffee pro Tag kann eine körperliche Abhängigkeit entstehen. Hierbei verändern sich die Nervenzellen. Diese arbeiten dann langsamer, wodurch die anregende Wirkung des Koffeins stark eingeschränkt wird. Bereits nach 6 bis 15 Tagen starken Koffeinkonsums entwickelt sich eine derartige Toleranz.

Nach plötzlichem und vollständigem Absetzen, insbesondere nach vorangegangenem starken und lang andauerndem regelmäßigen Koffeinkonsum reagiert der Mensch meist mit starken Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Müdigkeit, die aber meistens nur von kurzer Dauer sind. Andere Symptome sind Erschöpfung, Energieverlust, herabgesetzte Zufriedenheit, depressive Stimmung, Konzentrationsstörungen und das Gefühl, keine klaren Gedanken fassen zu können, zum Teil auch grippe-ähnliche Symptome. Die Symptome setzen zwölf bis 24 Stunden nach dem letzten Koffeinkonsum ein, erreichen nach 20 bis 50 Stunden das Symptommaximum und dauern etwa zwei bis neun Tage. Bereits eine geringe Menge Koffein führt zur Rückfälligkeit.

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