Schmerzmittel

Im Unterschied zu anderen Suchtmitteln werden diese Arzneimittel bei entsprechender Indikation verschrieben. Sie sollen bei der Behandlung oder Vermeidung von Krankheiten helfen, nur dazu sind sie zugelassen. Jedoch besitzen etwa 4-5% aller verordneten und ca. 15% aller verkauften Arzneimittel ein eigenes Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial. Die Gefahr des Arzneimittelmissbrauchs und der Arzneimittelabhängigkeit sind daher wichtige unerwünschte Wirkungen  der Medikamenteneinnahme.
Zur Reduzierung der Gefahr einer Abhängigkeitsentwicklung ist die strikte Beachtung der Anwendungshinweise der verordneten Arzneimittel unerlässlich. Ein Medikament sollte nur solange eingenommen werden, solange die medizinische Indikation besteht.

Opioide und nicht-opioide Schmerzmittel

Es gibt verschiedene Arten von Schmerzmitteln, die auf unterschiedliche Weise im Körper wirken. Zu den Opioiden gehört u.a. das sehr starke Schmerzmittel Morphium. Nicht-opioide Schmerzmittel sind z. B. Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure.

Opioide wirken im zentralen Nervensystem und docken an bestimmten Rezeptoren an. Dabei unterdrücken sie nicht nur die Schmerzempfindung, sondern erzeugen auch euphorische Gefühle. Opioide haben ein hohes Suchtpotenzial, weshalb sie dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Bei einer Überdosierung kommt es zu unangenehmen Nebenwirkungen wie zum Beispiel Übelkeit und Atemnot, die zu Atemstillstand und damit zum Tod führen können.
Acetylsalicylsäure ist das bekannteste Schmerzmittel. Es hemmt u.a. die Produktion von Hormonen, die mit der Schmerzempfindung zu tun haben, wirkt fiebersenkend und entzündungshemmend.
Ibuprofen hemmt die Bildung chemischer Stoffe, die für die Bildung von "Schmerzhormonen" verantwortlich sind, d.h. es greift eine Stufe höher in den Kreislauf ein als Aspirin, seine Wirkung ist aber in etwa gleich.
Paracetamol wirkt dagegen nicht entzündungshemmend, hilft aber gegen Schmerzen und Fieber.

Hoher Verbrauch von Schmerzmitteln

Der Schmerzmittelverbrauch in der ganzen Welt ist gewaltig. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2013 rund 144 Millionen Packungen Schmerzmittel verkauft, davon 77% ohne Rezept. Dies liegt mitunter daran, dass zahlreiche Schmerzmittel in der Apotheke rezeptfrei erhältlich sind. Damit ist die Schmerzbehandlung in Deutschland vor allem als eine Behandlung im Rahmen der Selbstmedikation zu bezeichnen (vgl. Glaeske/Hoffmann 2015).

Gesundheitliche Risiken bei ständigem Gebrauch

Der gelegentliche Einsatz von Schmerzmitteln ist ungefährlich. Bedenklich dagegen ist der ständige Gebrauch dieser Medikamente. Es ist bekannt, dass Menschen mit seelischen Problemen oder erheblicher Stressbelastung auch geringe Schmerzen als besonders intensiv empfinden. Der Griff zur Tablette schafft dann schnell Abhilfe. Nach längerem, regelmäßigem Gebrauch kann jedoch eine seelische Abhängigkeit entstehen (DHS 2013d).

Häufig werden  Schmerzmittel zur Selbstmedikation eingesetzt, da es sich nicht um rezeptpflichtige Arzneimittel handelt. Nicht selten kommt es dabei zum Missbrauch des Medikaments. Nimmt man Schmerzmittel zu lange ein, baut der Körper eine Art Resistenz auf. Er kann die Stoffe, die der Schmerzlinderung dienen, nicht mehr richtig verarbeiten. Somit setzt kein schmerzlindernder Effekt ein und das Medikament wirkt nicht mehr. Wenn Schmerzpatientinnen oder -patienten das Gefühl haben, dass die eingenommenen Medikamente keine Wirkung mehr zeigen, sollte der Arzt bzw. die Ärztin konsultiert werden. Eine unkontrollierte Dosissteigerung kann schwerwiegende Folgen haben.
Schmerzmittel ohne Zusatzstoffe erzeugen keine körperliche Abhängigkeit. Beim Absetzen nach längerem Gebrauch können sich jedoch sehr starke Dauerkopfschmerzen entwickeln, wodurch die Versuchung steigt, "rückfällig" zu werden (DHS 2013d).
Eine akute gesundheitliche Gefährdung durch die Einnahme von Schmerzmitteln ist selten, die Spätschäden bei langer Einnahme können jedoch gravierend sein wie z.B. verschiedene Organschäden oder Nierenversagen. Akute Überdosierungen können u.U. auch zu einem Leberversagen führen (DHS 2013d).

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Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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